Prüfstand 7
Stab
Produzenten
Koproduzenten
Herstellungsleitung
Drehbuch
Drehbuchmitarbeit
Regie
Kamera
Schnitt
Filmmusik
Titelsong
Kostüm
Produzenten
Koproduzenten
Herstellungsleitung
Drehbuch
Drehbuchmitarbeit
Regie
Kamera
Schnitt
Filmmusik
Titelsong
Kostüm
Clementina Hegewisch
Laurens Straub
Robert Bramkamp
Michael Goritschnik
Udo Bremer (3sat)
Andreas Goldstein
Robert Bramkamp
Olga Fedianina
Andreas Goldstein
Ute Hirschberg
Anja Neraal
Robert Bramkamp
Jakobine Motz
Anja Neraal
Max Knoth
Deutsches Filmorchester Babelsberg
unter der Leitung von
Bernd Wefelmeyer
Robert Forster
Anja Vesterling
Inga Busch
Darsteller
Bianca
General Dornberger
Braund
Minute Man
Fährmann
sich selbst
sich selbst
Dr. Spectro
Pointsman
Dame am Balkon
Buchverkäufer
Oberst Zanssen
Slothrop1
Slothrop2
Bianca
General Dornberger
Braund
Minute Man
Fährmann
sich selbst
sich selbst
Dr. Spectro
Pointsman
Dame am Balkon
Buchverkäufer
Oberst Zanssen
Slothrop1
Slothrop2
Inga Busch
Matthias Fuchs
Peter Lohmeyer
Mario Mentrup
Robert Forster
Helmut Höge
Stefan Heidenreich
Hanjo Berressem
Jeff Caster
Christin König
Jörg Kulbe
Gerhard Motz
Hubertus Müll
Michael Röhrenbach
Förderungen
Festivals
Hofer Filmtage 2001
Duisburger Filmwoche 2003
Duisburger Filmwoche 2003
Synopsis
Eine Charakterstudie der Rakete in 7 Kapiteln mit Passagen aus Die Enden der Parabel von Thomas Pynchon
Am 3. Oktober 1942 startete die erste Rakete ins Weltall.
Die Deutschen hatten keine Ahnung, dass sie damit einen Geist ins Leben gerufen haben. 60 Jahre später umhüllt ein seltsamer Schleier den Planeten Erde. Verbannt hinter diesem Schleier meldet sich Bianca (Inga Busch). Sie sucht Kontakt zu uns und ihrem Ursprung.
Auf den Spuren Biancas entfaltet sich der Mythos Rakete. Wir erleben die Faszinationen der Deutschen mit diesem ersten, so anschaulichen Objekt einer autonom funktionierenden Technik. Einer Technik, die begonnen hat, ihr eigenes Leben zu führen. Quer durch Deutschland und die Zeit - von der HIGH TECH der Daimler Crysler AG bis zu betrunkenen Wikingern, die in Peenemünde neben der Rakete zelten - zieht Biancas Untersuchung eine Spur, die um die magische Kraft der Rakete kreist. Die Charakterstudie einer Maschine entsteht: Diese Maschine bringt alles auf den Punkt, was wir nicht zusammenbringen. Ist dieser Punkt der Einschlagspunkt? Ist es die Spitze der Rakete, die Wernher von Brauns Hand so hingebungsvoll berührte?
Diese Maschine ist zugleich Superphallus, Maschinenbraut, Junges Ding, alte Hexe, Technik mit 20.000 Einzelteilen und auch Geist, Gespenst, Inspiration, zuletzt: Vampir.
Nicht nur die gesamte Kartoffelernte des Jahres '44 verbrauchte die Rakete, die mit dem daraus gewonnenem Spiritus abhob. Sie verbrauchte auch das Leben von über 20.000 Insassen des KZ Mittelbau Dora, die in Nordhausen die Rakete untertage fertigen mussten.
Je mehr Kartoffel-Spiritus die Rakete verbrauchte, umso seltener wurden die Kartoffelschalen in der Wassersuppe in Dora. That simple. Die verbleibende Lebenszeit der KZ-Häftlinge entsprach derselben Mathematik, die die Rakete zum Fliegen brachte.
Der Film erzählt, wie die Faszinationskraft der Rakete - ihr Versprechen, in eine bessere Welt zu entkommen - sich internationalisiert, bis eine neue Struktur entsteht, ein internationaler Staat.
"Er überspannt Ozeane. Ost und West. Die Rakete ist seine Seele.", schreibt Thomas Pynchon. Für "Prüfstand 7" hat der berühmte amerikanische Autor erstmals die Verfilmung von Passagen aus seinem Roman "Die Enden der Parabel" gestattet. Der Deal war einfach. Ein Fanprojekt hätte Pynchon, der bisher alle Hollywood-Angebote ablehnte, nicht unterstützt. Nur 25% des Films durften aus "Die Enden der Parabel" zitierten werden. Die übrigen 75% Prozent mussten eigenen Ideen entspringen und so wurde "Prüfstand 7" das Projekt eines Fans, aber kein Fan-Projekt zu Pynchon.
Als die Weltraumindustrie 1998 die Rakete als Vision neu auflegte - im Bau ist ein milliardenschwerer Raketenpark in Bremen, der ganz ohne Geschichte auskommt - ahnte erneut niemand, dass Bianca überall, ohne Vorbehalt, in der E-Kultur wie im Trash herumforschen würde. Ansatzpunkt der ebenso magischen wie irdischen, komischen, ernsten Suche Biancas ist ein innerdeutsches Raketendreieck: Peenemünde, Nordhausen, Bremen.
Für uns sichtbar nur, manchmal rätselhaft, manchmal lustig, ist Biancas Suche - jetzt mit unseren Mitteln in unseren Bildern - nach dem Ursprung des Schleiers, den sie so gerne durchdringen möchte. Einigermaßen entspannt, aber manchmal wütend, führt uns Bianca, schmerzhaft auch, zu den Stellen, wo wir gerne abblenden. Dort begegnen wir den Aspekten der Rakete, die uns seltsam kompliziert vorkommen - FIRST CONTACT. Bianca ist rücksichtslos gegenüber unseren Denkgewohnheiten, aber sie bleibt charmant.
Bianca, der Geist der Rakete, hat Dinge gesehen, die sie uns gerne mitteilen würde, aber sie kann uns nicht treffen. Der Schleier ist undurchdringlich. Nur in den Bildern, die wir uns von unserer Welt machen, kann sie sich bewegen. Hier erscheint sie uns in verschiedenen Rollen. Sie ist die Enkelin von Ruth Kraft, Astronautin, Pynchon-Figur, Touristin, US-Soldatin und viel mehr. Wie eine Beobachterin, die den jeweils notwendigen, besten, manchmal überraschenden Blickpunkt einnimmt. Aber sie ist dann nicht da. Sie ist auf der anderen Seite.
Am 3. Oktober 1942 startete die erste Rakete ins Weltall.
Die Deutschen hatten keine Ahnung, dass sie damit einen Geist ins Leben gerufen haben. 60 Jahre später umhüllt ein seltsamer Schleier den Planeten Erde. Verbannt hinter diesem Schleier meldet sich Bianca (Inga Busch). Sie sucht Kontakt zu uns und ihrem Ursprung.
Auf den Spuren Biancas entfaltet sich der Mythos Rakete. Wir erleben die Faszinationen der Deutschen mit diesem ersten, so anschaulichen Objekt einer autonom funktionierenden Technik. Einer Technik, die begonnen hat, ihr eigenes Leben zu führen. Quer durch Deutschland und die Zeit - von der HIGH TECH der Daimler Crysler AG bis zu betrunkenen Wikingern, die in Peenemünde neben der Rakete zelten - zieht Biancas Untersuchung eine Spur, die um die magische Kraft der Rakete kreist. Die Charakterstudie einer Maschine entsteht: Diese Maschine bringt alles auf den Punkt, was wir nicht zusammenbringen. Ist dieser Punkt der Einschlagspunkt? Ist es die Spitze der Rakete, die Wernher von Brauns Hand so hingebungsvoll berührte?
Diese Maschine ist zugleich Superphallus, Maschinenbraut, Junges Ding, alte Hexe, Technik mit 20.000 Einzelteilen und auch Geist, Gespenst, Inspiration, zuletzt: Vampir.
Nicht nur die gesamte Kartoffelernte des Jahres '44 verbrauchte die Rakete, die mit dem daraus gewonnenem Spiritus abhob. Sie verbrauchte auch das Leben von über 20.000 Insassen des KZ Mittelbau Dora, die in Nordhausen die Rakete untertage fertigen mussten.
Je mehr Kartoffel-Spiritus die Rakete verbrauchte, umso seltener wurden die Kartoffelschalen in der Wassersuppe in Dora. That simple. Die verbleibende Lebenszeit der KZ-Häftlinge entsprach derselben Mathematik, die die Rakete zum Fliegen brachte.
Der Film erzählt, wie die Faszinationskraft der Rakete - ihr Versprechen, in eine bessere Welt zu entkommen - sich internationalisiert, bis eine neue Struktur entsteht, ein internationaler Staat.
"Er überspannt Ozeane. Ost und West. Die Rakete ist seine Seele.", schreibt Thomas Pynchon. Für "Prüfstand 7" hat der berühmte amerikanische Autor erstmals die Verfilmung von Passagen aus seinem Roman "Die Enden der Parabel" gestattet. Der Deal war einfach. Ein Fanprojekt hätte Pynchon, der bisher alle Hollywood-Angebote ablehnte, nicht unterstützt. Nur 25% des Films durften aus "Die Enden der Parabel" zitierten werden. Die übrigen 75% Prozent mussten eigenen Ideen entspringen und so wurde "Prüfstand 7" das Projekt eines Fans, aber kein Fan-Projekt zu Pynchon.
Als die Weltraumindustrie 1998 die Rakete als Vision neu auflegte - im Bau ist ein milliardenschwerer Raketenpark in Bremen, der ganz ohne Geschichte auskommt - ahnte erneut niemand, dass Bianca überall, ohne Vorbehalt, in der E-Kultur wie im Trash herumforschen würde. Ansatzpunkt der ebenso magischen wie irdischen, komischen, ernsten Suche Biancas ist ein innerdeutsches Raketendreieck: Peenemünde, Nordhausen, Bremen.
Für uns sichtbar nur, manchmal rätselhaft, manchmal lustig, ist Biancas Suche - jetzt mit unseren Mitteln in unseren Bildern - nach dem Ursprung des Schleiers, den sie so gerne durchdringen möchte. Einigermaßen entspannt, aber manchmal wütend, führt uns Bianca, schmerzhaft auch, zu den Stellen, wo wir gerne abblenden. Dort begegnen wir den Aspekten der Rakete, die uns seltsam kompliziert vorkommen - FIRST CONTACT. Bianca ist rücksichtslos gegenüber unseren Denkgewohnheiten, aber sie bleibt charmant.
Bianca, der Geist der Rakete, hat Dinge gesehen, die sie uns gerne mitteilen würde, aber sie kann uns nicht treffen. Der Schleier ist undurchdringlich. Nur in den Bildern, die wir uns von unserer Welt machen, kann sie sich bewegen. Hier erscheint sie uns in verschiedenen Rollen. Sie ist die Enkelin von Ruth Kraft, Astronautin, Pynchon-Figur, Touristin, US-Soldatin und viel mehr. Wie eine Beobachterin, die den jeweils notwendigen, besten, manchmal überraschenden Blickpunkt einnimmt. Aber sie ist dann nicht da. Sie ist auf der anderen Seite.













